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Zucht-Infos



Fast alle Medien haben sich in den letzten Jahren mit der landwirtschaftlichen Tierhaltung beschäftigt.Begriffe wie Massentierhaltung, Tierwohl aber auch Natur- und Umweltschutz, Verbraucherwünsche, Biodiversität rückten häufig ohne klare Abgrenzung in den Focus. Die meisten der aufgeführten, teilweise negativ besetzten, Begriffe versetzen den Fleischrinderhalter – hier vorrangig den Mutterkuhhalter – nicht in Aufregung.

Kein anderer landwirtschaftlicher Betriebszweig kann hier so gut punkten wie die Mutterkuhhaltung. Das Bild der friedlich grasenden Kühe mit Kälbern in den Grünland geprägten Mittelgebirgs-Regionen, wie Bergisches Land, Eifel, Hunsrück, Westerwald, Sauer- und Siegerland, Eggegebirge, Teutoburger Wald und den verschiedenen Flussauen, etc. ist längst Sinnbild einer intakten, durch den Verbraucher akzeptierten Landwirtschaft geworden. Eine solche landwirtschaftliche Tierhaltungsform steht ohne Zweifel als Synonym für den Begriff Tierwohl. Die Mutterkuhhaltung – Kälberaufzucht natürlich an der Kuh – ist eine flächenextensive Form der Fleischerzeugung bei arbeitssparender Nutzung.

Ein breites Rassenspektrum mit gleichen bzw. unterschiedlichen Nutzungs-Eigenschaften lässt Individualisten in der Haltung von Fleischrindern viele Gestaltungs- und Auswahlmöglichkeiten. Von „A“ wie Angus, „C“ wie Charolais, „G“ wie Galloway oder „G“ wie Glanrind, „L“ wie Limousin über „W“ wie Wagyu bis „Z“ wie Zwerg-Zebu – die Palette der Möglichkeiten ist groß.

Mutterkuhhaltungen finden wir in Vollerwerbs- sowie in Nebenerwerbsbetrieben. Die Kühe sind sowohl in einer Rasse „rein“ gezogene Tiere – mit oder ohne Herdbuch – oder werden als sogenannte Kreuzungstiere gehalten. Aber auch viele sogenannte Nichtlandwirte, die zum Ausgleich ihres beruflichen Stresses, eine sinnvolle, attraktive Freizeitgestaltung suchen, widmen sich der Zucht von Fleischrindern. Häufig sind es Rassen, auf die ihr Interesse während eines Urlaubs gelenkt wurde, z. B. in Schottland, Frankreich, in Ländern der Alpenregion, etc..

Hier ist das Fleischrinder-Herdbuch genau der richtige Ansprechpartner. In einer so genannten Zuchtbuchordnung mit angehängter Rasse- und Zuchtzielbeschreibung jeder Fleischrinderrasse sind alle laut Tierzuchtgesetz vom Zuchtverband und Züchter zu erfüllende Aufgaben aufgeschrieben. Ab November 2018, so hat es das Tierzuchtgesetz neu festgelegt, muss allerdings für jede Rasse ein sogenanntes Zuchtprogramm erstellt werden. Diese Programme werden dann die Zuchtbuchordnung ablösen.

 

Hier können Sie sich die Zuchtbuchordnung herunterladen.




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Fleischrinder-Herdbuch Bonn e.V.
Geschäftsführer Dr. Josef Dissen
Magdalenenstr. 25
53121 Bonn
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