Eigenleistungsprüfungen -Station-




Im Gebiet des FHB werden drei Stationsprüfungen durchgeführt. Die Prüfstation in Eickelborn ist seit Jahren ein bewährter Standort. In den letzten Jahren werden hier vorwiegend die Rassen Blonde d’Aquitaine, Charolais, Fleckvieh-Simmental und Limousin geprüft. In Everswinkel gibt es eine Stationsprüfung nur für Angusbullen und seit diesem Jahr erhalten auch Rassen, wie Glanrind, Piemonteser, Pinzgauer und Gelbvieh in Neumühle die Möglichkeit einer stationären Eigenleistungsprüfung.

Station Eickelborn

 

Erfolgreiche Online-Zuchtbullenauktion des Fleischrinder-Herdbuch e. V.

„Klicken Sie sich glücklich!“ Ganz unter diesem Motto stand die FHB-Fleischrinderauktion, die ausschließlich online durchgeführt wurde. Geboten wurde per Klick. Eine Premiere in der deutschen Fleischrinderzucht.

Die aktuellen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie machten eine Präsenz-Auktion mit vielen interessierten Besuchern unmöglich. Daher entschied sich das FHB, die Auktion ausschließlich online durchzuführen. Für alle Beteiligten eine spannende Sache.

Die besten Bullen der Stationsprüfung in Eickelborn wurden angeboten. Für diese Bullen liegen neben den Leistungsdaten bezüglich der Tageszunahmen, auch Daten zur Nährstoffverwertung des Einzeltieres sowie Informationen zur Rückenmuskelfläche vor. Insgesamt 59 Bullen wurden am 09. Januar 2021 ab 10 Uhr online versteigert. 5 Blonde d’Aquitaine, 22 Charolais, 4 Fleckvieh-Simmental und 28 Limousin waren im Kontingent. Genetische Hornlosigkeit, interessante internationale Genetik, hohe Leistungen, langlebige und fruchtbare Linien zeichnen die angebotenen Tiere aus. Damit sich potentielle Käufer ein Bild der Bullen machen konnten, bestand der Katalog dieses Jahr nicht nur aus dem Pedigree und den Leistungsdaten, sondern auch aus einem Einzeltierfoto von jedem Bullen. Zusätzlich wurde jeder einzelne Bulle zuvor gefilmt, so dass es möglich war, die Tiere in der Bewegung zu sehen. Diese Informationen standen ab Weihnachten den Interessierten zur Verfügung. Am 09. Januar 2021 war es dann so weit. Die erste Online-Auktion im Fleischrinderbereich in Deutschland startete. Geschäftsführerin Anne Menrath stellte die Bullen vor. Sie beschrieb den Phänotyp und machte auf besondere Merkmale des Bullen und seiner Vorfahren aufmerksam. Dr. Josef Dissen schwang in gewohnt unterhaltsamer Manier den Hammer. Die Resonanz war mehr als zufriedenstellend: Die Technik zählt weit über 1000 Besucher, die Bullen wurden zu einem Durchschnittspreis von ca. 3700 Euro verkauft.

Das FHB-Team bedankt sich bei der Firma Live-Sales, ohne die eine solch gelungene Online-Auktion nicht möglich gewesen wäre.

Außerdem bedankt sich das FHB-Team bei allen Interessierten und wünscht den Käufern viel züchterischen Erfolg mit dem wertvollen Neuerwerb.


Live-Stream aus dem Studio: Anne Menrath und Dr. Josef Dissen versteigerten
die Bullen per Live-Stream.


Preisknüller der Auktion: Der typvolle Charolais-Bulle Huter PP vom Hof Walterscheid
(Z. Heinz-Willi Walterscheid, Neunkirchen-Seelscheid) wechselte für 8.400 € den Besitzer.


Die Preisspitze der Blonde d’Aquitaine-Bullen erzielte mit 6.000 € der ausgeglichene
Banjo PP von Ramelshoven (Z. Peter Frizen, Alfter)


Den Höchstpreis der Limousin-Bullen, 7.000 € bekam Familie Dresemann aus
Tecklenburg für ihren sehr interessant gezogenen Gerado PP.


Der harmonische LS Rally PP von Irmine Schütte aus Lippstadt erreichte das
Höchstgebot der Fleckviehkollektion: 3.500 €

 

Station Everswinkel

Das 2. Angus-Fachforum muss leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.
Damit Sie sich als Interessenten trotzdem ein Bild der Bullen machen können, haben wir die vielversprechenden Stationsbullen fotografiert. Die Pedigrees, Prüfergebnisse und Fotos der Bullen finden Sie hier:  Verkaufspedigrees Angusbullen 2020

 

Station Neumühle

In diesem Jahr wurde erstmals eine Stationsprüfung auf dem Versuchsgut Neumühle durchgeführt. Insgesamt 16 Bullen der Rassen Glanrind, Gelbvieh, Pinzgauer und Angus konnten die Prüfung erfolgreich abschließen.

Erfolgreicher 1. Neumühler Bullentag

Am 10.10.2020 fand der 1. Neumühler Bullentag auf der „Lehr- und Versuchsanstalt Hofgut Neumühle“ statt. Die Bullen der diesjährigen, erstmalig durchgeführten Eigenleistungsprüfung standen an diesem Tag im Vordergrund und wurden zum Verkauf angeboten.

Das aufgrund der Corona-Pandemie begrenzte Besucherkontingent war bereits eine Woche vor der Veranstaltung erreicht. Deutlich mehr interessierte Fleischrinderzüchter und –halter hatten sich angemeldet, konnten aber leider aufgrund der bestimmenden Coronamaßnahmen auf dem Hofgut Neumühle nicht angenommen werden.

Nach einer kurzen Begrüßung des FHB-Vorsitzenden Michael Buhl, stellte Anne Menrath den Besuchern Zahlen zur Mutterkuhhaltung und Fleischrinderzucht im FHB vor. Anschließend übernahm Dr. Christian Koch vom Hofgut Neumühle das Wort und schilderte, wie die Bullen während der Prüfphase gefüttert wurden. Es wurde deutlich, dass mit einer wiederkäuergerechten Grassilage-Ration durchaus überdurchschnittlich gute Tageszunahmen zu erreichen sind.

Als weiterer Programmpunkt stand ein Hofrundgang mit einer Stallbesichtigung des Milchviehstalls an. Dr. Koch stellte an dieser Stelle aktuelle Projekte der Lehr- und Versuchsanstalt vor.


Der Körsieger über alle Rassen, Glanrind-Bulle „Fallou“ vom Hofgut Neumühle

Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zur Vorstellung der gekörten Prüfbullen. 16 Bullen konnten letztendlich ihre Prüfung erfolgreich beenden und wurden ins Verkaufsangebot aufgenommen. Die Qualität der Bullen überzeugte über alle Rassen.

Glanrind:

Mit 9 Bullen stellte die Rasse Glanrind den größten Rasseblock im Verkaufsangebot. Alle Bullen konnten mit ihrer Rassequalität und sehr guten Prüfergebnissen überzeugen.


Der ausgezeichnet bemuskelte Glan-Bulle Hänsel aus der Zuchtstätte Ralf Loscheider

Körsieger der Rasse Glanrind wurde der Bulle „Fallou“ vom Hofgut Neumühle. Neben seiner enormen Bemuskelung überzeugte er mit einer sehr guten Typstärke. Diesen außerordentlich guten Bullen sicherte sich der Zuchtbetrieb Barz für den zukünftigen Deckeinsatz. Der Bulle „Hänsel“, aus der Zuchtstätte Ralf Loscheider, konnte ebenfalls mit einem sehr beeindruckenden Erscheinungsbild in Typ und Bemuskelung, sowie 1500 g Tageszunahme in der Prüfung überzeugen. Auch die Bullen aus den Betrieben Armin Leixner, Quirnbach und Rainer Loscheider, Wawern zeigten eine durchweg positive Entwicklung und konnten die Prüfphase mit sehr guten Ergebnissen abschließen.  Somit zeigte sich, dass die Rasse Glanrind durchaus in der Lage ist, sehr gute Tageszunahmen zu erreichen und mit „etablierten“ Fleischrinderrassen mithalten kann.

Gelbvieh:

Drei sehr gute Vetreter dieser Rasse stellte der Betrieb Johannes Kühne aus Kamp-Lintfort vor. Neben ihren guten Prüftagsergebnissen, mit überdurchschnittlichen Tageszunahmen, konnten diese drei Bullen mit ihrer genetischen Hornlosigkeit überzeugen. Körsieger der Rasse wurde der Bulle „Galile Pp“ aus der bekannten Galaxy-Linie. Ein sehr ausdrucksstarker Bulle mit ausgeprägter Bemuskelung. Der homozygot hornlose Bulle „Ultimo PP“ überzeugte ebenfalls mit seinen guten Ergebnissen. Er deckt demnächst in einem Zuchtbetrieb in Mecklenburg-Vorpommern.


„Galile Pp“, der Körsieger der Rasse Gelbvieh aus dem Zuchtbetrieb Kühne

Pinzgauer:

Mit den beiden Pinzgauer-Bullen „Mats Pp“ und „Mirko PP“ aus dem Betrieb Michael Schäfer, Erndtebrück konnten zwei sehr gute Rassevertreter ihre Prüfung erfolgreich abschließen. Sie konnten in der Prüfphase beweisen, dass auch Pinzgauer sehr gute Tageszunahmen erreichen können. Der homozygot hornlose Bulle „Mirko PP“ schaffte es mit einer Prüftageszunahme von über 1500 g sich einen der vorderen Plätze im Vergleich über alle Rassen zu sichern.


Der Körsieger der Rasse Pinzgauer, „Mirko PP“ aus der Zuchtstätte Schäfer

Angus:

Ebenfalls wurden in der Prüfung zwei Angus-Bullen aus der Zuchtgemeinschaft Meyer, Duppach eingestallt. Beide Bullen schlossen ihre Prüfung mit sehr guten Ergebnissen ab. Der rote Bulle „VA Eros“ sicherte sich mit einer Prüftageszunahme von über 1900 g den ersten Platz in dieser Kategorie im diesjährigen Teilnehmerfeld.


Mit über 1900 g Prüf-TZ erreichte der Bulle „VA Eros“ ein enormes Ergebnis

Fazit:

Trotz der Corona-Pandemie und des daraus resultierenden begrenzten Besucherkontingents zeigte sich, dass das Interesse an solch einer Veranstaltung und den eingestallten Bullen sehr groß ist. Das Potential dieser Rassen konnte durch die sehr guten Ergebnisse unterstrichen werden. Aufgrund dessen sollte es das Ziel für nächstes Jahr sein, wieder einen Prüfdurchgang durchzuführen. Interessierte Züchter können sich gerne mit dem FHB in Verbindung setzen. Zu einem möglichen Zeitraum der Prüfung und den damit verbundenen Anmeldungen wird frühzeitig informiert.

Ein besonderer Dank gilt den Mitarbeitern des Hofgut Neumühle, die diese Prüfung begleitet haben. Die guten Ergebnisse der Bullen, sowohl äußerlich, als auch auf dem Papier, unterstreichen nochmals die gute Betreuung und die optimalen Haltungsbedingungen auf der Neumühle. Ebenfalls ein besonderer Dank gilt den Käufern der Deckbullen. Auf diesem Wege wünschen wir viel Erfolg mit dem neuen Zuchttier.

 

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